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2006-03-28 Ausbildung EA: GSG

Di, 28. März 2006 17:15 Uhr

Übung Gefahrgutunfall

Güterbahnhof Erfurt

 

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Thüringische Landeszeitung Online vom 29.03.2006:

 

Rettungsdienst-Reserve

Altstadt. (tlz) "Unvorbereitet sind wir nie", erhielten die als Antwort, die sich fragten, ob der gestrige Übungs-Großeinsatz am Güterbahnhof denn auch wirklich vorher nicht am Schwarzen Brett gestanden habe. Womit er alles offen ließ. Zumindest den Ehrenamtlichen habe man es aber angedeutet. Denn erstmals kam eine vollkommen neue, erst im vergangenen Jahr gebildete "Rettungs-Reserve" zum Einsatz, die "Schnelleinsatzgruppe Rettungsdienst", kurz: SEG. Wenn der diensthabende Rettungsdienst einmal überlastet sei, soll diese Gruppe künftig einspringen. Und dies kompetent. Denn angeworben wurden die Mitglieder ausschließlich bei Hilfsorganisationen, Krankenhäusern und Kliniken - in Berufen, die unmittelbar mit medizinischer Versorgung zu tun haben. Per "Pieper" werden sie im Notfall (bei Unfällen mit mehr als 20 Verletzten) informiert.
Die Reserve umfasst etwa 34 Personen, von denen gestern 15 dem Ruf gefolgt sind, und sich auf den Weg zum Güterbahnhof gemacht haben, wo die Feuerwehr im "Schweren Schutzanzug" bereits damit beschäftigt war, einen verunglückten Waggon zu sichern, vier Verletzte zu versorgen. Der Unglücks-Zug stand zum Glück weit abseits vom wirklichen Bahnbetrieb, auf einem Abstellgleis. Es gab viel Platz zum agieren - und der wurde auch gebraucht.

Denn der Ernstfall wurde komplett durchgespielt, Dekontarminierungs-Duschen aufgebaut und Ambulanzzelte - die Aufgaben der 70 Akteure waren klar verteilt. Während sich die Freiwillige Feuerwehr Dittelstedt um Duschen und Beleuchtung kümmerte, stellten die Freiwilligen aus Ilversgehofen die Zelte für die Ärzte und Sanitäter. Und das ganze in "Echtzeit", mit realen Unsicherheiten. Denn es wurde einige Zeit nach einem fünften Verletzten gesucht, man glaubte noch eine Stimme gehört zu haben. Die von der Bundeswehr "geliehenen" Verletzten sorgten für ein reales Bild am Unfallort - auch akustisch.

Unter dem Strich konnte von Brandrat Torsten Hinsche, dem stellvertretenden Leiter des Brandschutzamtes, festgestellt werden, dass das Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettungsdienst und SEG bestens funktionierte. Das Ziel wurde klar erreicht.

28.03.2006 Von Hartmut Schwarz

 

Thüringer Allgemeine Online vom 29.03.2006:

 

Gelungene Übung trotz Defizite

KRÄMPFERVORSTADT. Die Einsatzabläufe bei einem Chemieunfall übten dutzende Retter gestern Abend am Güterbahnhof. Das Szenario: Aus einem Kesselwagen tritt eine unbekannte Flüssigkeit aus, es gibt 30 Verletzte, vier davon schwer. Während sechs Berufsfeuerwehrleute unter Vollschutz versuchten, das Leck zu bändigen, kümmerten sich andere um die von der Bundeswehr gespielten Opfer. Sie galt es, schnell aus der Gefahrenzone zu bringen. Die freiwilligen Feuerwehren Dittelstedt und Ilversgehofen bauten derweil ihre Dekontaminationsanlage und Behandlungszelte auf. Um die Versorgung der Verletzten bemühten sich Notärzte und Sanitäter der "Schnellen Einsatzgruppe Rettung", eine Einheit Freiwilliger aus den Hilfsorganisationen. "Das Novum an dieser Übung ist das Zusammenwirken der verschiedenen Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Bahn", erklärte Einsatzleiter Thomas Heinze. Erstmalig habe dabei das medizinische Personal unter Atem- und Körperschutz trainiert. "Alles in allem eine gelungene Übung", resümierte der Vizechef des Brandschutzamtes, Torsten Hinsche. Zwar seien Defizite speziell bei der Informationsübermittlung aufgetreten. "Aber schließlich ist das ja der Sinn der Übung, nämlich Schwachstellen aufzudecken, um sie künftig auszuschließen. Wenn wir schon alles könnten, bräuchten wir nicht mehr zu trainieren."

Jörg HEISE 28.03.2006